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Seelenkartoffel

 

Unter dem Dach

Hitze bereitet die dumpfe Stille

Am Berg

Blick in die Weite

Kaum eine Spur von den Gesängen der Alten

Steine auf dem Feld

Wir sammelten sie in den Ferien

Damals in den Jugendtagen.

Der Aufseher robust und zugetan

Auf dem Pferd

Unten wir, die Kleinen, mit den zarten Händen.

 

Nicht weit das Gut der Adelsfamilie.

 

Unsere Ferien für die Steine

Der Boden unter den Füßen

Am Abend ein kleiner Obolus.

Dann die Kartoffeln

Ferienzeit auf dem Land.

Kaum dass die herbstene Zeit angebrochen

Durchgruben wir den lehmigen Staub.

 

Ein Brodeln bis heute.

 

Sehe ich die Lichter vom Hügel

Breitet sich weiße Unruhe aus.

 

Kein Zürnen mehr

Nur die Erinnerung.

In der Kirche vorne die Bänke

Seitwärts sitzt die Adelsfamilie

Den Blick nach vorne

Starr

Wir in der Reihe.

Ob sie etwas ahnen,

wenn wir „Lobet den Herrn“ singen?

 

Der Pastor jubiliert.

Die Ernte ist eingebracht

Nur einmal im Jahr ist die Kirche voll.

Er singet seine Weise von Versöhnung und Vergebung.

 

Ich stimme ein und

Erinnere mich.

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