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Robert Kappel

Schumann mit Rachmaninoff in der Nacht verstehen

Der Anschlag – auf das Klavier

Der Auftakt im ersten Satz

Die Gemütsruhe verfliegt

Kann man Schumann verstehen, wenn man Rachmaninoff nicht zu entschlüsseln bereit ist.

Das a-moll moduliert ins d-moll

Zärtliche Lockungen

Besänftigendes F-Dur

Dann ins schwerblütige f-moll.

Nächtliches Klagen

Kontrapunktisch.

Eine Melodie zum Mitsingen, Melos.

Dann ein Beben, aber festgefahren.

Kaum ein Hauch

Hingehaucht

Der wiederholende Galopp in die Hymne schafft Erleichterung

Wiederholend im Akt

Zwischentöne fließend

Höhe mit Obertönen wieder eintauchend ein Strom.

Verflüchtigte Bewegung, erneuter Anlauf, Eindringen in die Tiefe.

Der Ton bleibt sanft beschleunigend retardierend

Resilientes Schleudern, Stolpern und doch wärmend

Wiederholend treibt der Satz in die letzte Runde.

Abschluss mitnichten.

Die Koda.

Von der Leidenschaft ins Allegretto

Changierend im Einklang.

Die Berührung gibt zarte Impulse

Zögerlich – ein Hauch

Aufsteigend – absteigend

Kräftig zupackend

Das Piano zieht die Violine mit, sie beugt sich, trägt und fliegt von dannen.

Ein Raunen

Stille

Ein Hauch

Verspielt

Kein Zurück, nur Wiederholung

Beizeiten zieht das eine das andere

Schwebende Leichtigkeit

Plätscherndes Ausruhen.

Die einigenden Hände haltend das Erreichte, sich reibend, herausfordernd, wieder das Spiel, ausschweifend beginnt es von vorne, melodiöses Vereinen, das Pedal erzeugt den Hall, überlappt. Forte, pianissimo, bald fallend in trauervolle Weihe, wo bleibt die Auflösung?

Neu beginnend – Anlauf, ach, ein Punkt.

Lebhaft der dritte Satz, erneut die Annäherung, das Spiel beginnt mit einer verwelkenden Trauer.

Stille, langsames Aufatmen, Durchatmen

Die Kreise bewegen sich, ziehen ineinander.

Der Tod – in uns

Leidenschaft in uns.

Der kleine Tod.

Piano und Violine modulieren, ziehen sich an, bleiben auf der Höhe. Treiben sich hoch, verharren in der Tiefe, lassen nicht voneinander, bleiben und bleiben.

Tanzen um sich herum.

Immer schneller, noch schneller. Bleiben kleben und verzurren sich, so lange, bis die Hymne beide zusammenschweißt.

Galoppierend, Wiegelied, ein Kommen und Gehen.

Nähe, Ferne

Nähe, Ferne – im Tanz vereint. Der raue Ton dazwischen, dann spielerisch im 16. tel – Rückfall, plätschernd – Fanfare.

Wohin nur wohin?

Rasendes Spiel, dringlich.

Harmonie

Sanft klingen sie aus

Und ermatten.

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