Die Armut sinkt, in Afrika wächst eine neue Mittelklasse. Diese Annahme lockte einst globale Unternehmen auf afrikanische Märkte. Doch die Skepsis wächst. Manche halten Afrikas Mittelschicht nur für einen Mythos.
“Es gibt eine Mittelklasse in Afrika und sie wächst”, sagt Mthuli Ncube, Professor für Public Policy an der Universität Oxford. Als früherer Chefvolkswirt der Afrikanischen Entwicklungsbank hat er den Bericht von 2011 verantwortet.
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Falsch, sagt Robert Kappel, ehemaliger Direktor des GIGA-Instituts für Afrika-Studien in Hamburg. “Dieses Shopping-Mall-Phänomen hat nichts mit den Mittelschichten im engeren Sinne zu tun”, so Kappel bei einer Veranstaltung in Berlin. “Hier handelt es sich um vermögenendere Menschen aus der Oberschicht, die mehr konsumieren können.”

Dass die Mittelklasse weiter wächst, halten viele Experten für unwahrscheinlich. “Wenn es zu geringem Wachstum kommt, wenn die Rohstoffpreise in den Keller gehen, dann ist das Phänomen der Mittelschicht ziemlich schnell wieder verschwunden”, sagt Robert Kappel. Genau das passiert in Afrika gerade: Fallende Rohstoffpreise und die Schwäche des wichtigen Handelspartners China sorgen dafür, dass die Wachstumsraten deutlich sinken. Im letzten Jahr musste der Internationale Währungsfonds seine Wachstumprognose für Afrika bereits zweimal nach unten korrigieren.

Der gesamte Bericht der Deutschen Welle hier:

http://www.dw.com/de/mittelklasse-verzweifelt-gesucht/a-19091576

 

 

 

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