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hinter mir und vor mir gibt es nicht

Walter Folle

 

aus dem gefühl heraus lieb ich kein wanken

die sehnsucht, nicht allein durchs tal zu gehn

bläht nüstern hinter süßbepackten pranken

wenn aus allen richtungen die winde wehn

 

hinter mir und vor mir gibt es nicht

des lebens sinn verheißt ein neubeginn

die bahn, auf die ich mich begeb ist schlicht:

es lockt ein honigmund mir als gewinn

 

und wird der boden mir verwehret unter füßen

führ ich gespitzte pfeile noch im köcher

mit hundert stichen lass ich grüßen

hinterlass – entschlüpfend – nur schmerz und kleine löcher

 

auch eine fleiß‘ge biene, der planung nicht abhold

muss ab und an mal federn lassen

nicht beim honigsammeln auf papier

doch beim zu – und auch danebenfassen

 

Walter Folle ist Schriftsteller und Poet, schafft Skulpturen und lebt in Bremen. Als gelernter Tischler nutzt er seinen Beruf für die Kunst. Aus alten Werkzeugen und Geräten in seiner Werkstatt werden Skulpturen. Der gebürtige Dortmunder lebt seit 40 Jahren in Bremen und dichtet bereits seit seinem 18. Lebensjahr. Walter Folle hat auch schon ein Kochbuch geschrieben und die Rezepte mit Gedichten verfeinert.

Mehr Gedichte von Walter Folle:

Erhellung: https://graensengrenzen.wordpress.com/2015/04/27/160/

 

noch viel mehr: http://www.museumsart.de/kolumnen.php

 

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