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traumarchive

Walter Folle

 

was im dunkel nachts gedeiht

geht auf keine kuhhaut

hat keine netzhaut nie geschaut

kennt weder raum noch zeit

 

da quellen traumarchive über

in dunklen kammern im verlies

verschlossen bleibt ein paradies

heraus dringt kein kassiber

 

morgens schmerzt gewirr das hirn

wie der muskelstrang den leib

keine auskunft über den verbleib

gibt trotz behutsam’ schmiern

 

das drama kleiner ewigkeit

das nächtens auf der leinwand tobt’

von niemandem und nicht erprobt

rinnts durch die finger der zeit

 

Walter Folle ist Schriftsteller und Poet, schafft Skulpturen und lebt in Bremen. Als gelernter Tischler nutzt er seinen Beruf für die Kunst. Aus alten Werkzeugen und Geräten in seiner Werkstatt werden Skulpturen. Der gebürtige Dortmunder lebt seit 40 Jahren in Bremen und dichtet bereits seit seinem 18. Lebensjahr. Walter Folle hat auch schon ein Kochbuch geschrieben und die Rezepte mit Gedichten verfeinert.

Mehr Gedichte von Walter Folle:

Erhellung: https://graensengrenzen.wordpress.com/2015/04/27/160/

noch viel mehr: http://www.museumsart.de/kolumnen.php

 

 

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