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Radio SRF 1, Echo der Zeit, Interview von Nicoletta Cimmoni, 6.11.2017:

Audio: https://www.srf.ch/sendungen/echo-der-zeit/paradise-papers-steuervermeidung-im-grossen-stil
Paradise Papers «Die Schweiz könnte in Sachen Transparenz viel tun

Text: https://www.srf.ch/news/wirtschaft/paradise-papers-afrika-selbstbedienungsladen-fuer-die-multis

Der reiche Norden beutet den armen Süden aus: Entwicklungsökonom Kappel hält das Bild für zu simpel: «Denn ein Tango wird immer zu zweit getanzt.»

Zur Person

Imago

Robert Kappel ist Entwicklungsökonom, ehemaliger Leiter des Hamburger GIGA-Institutes und Experte für afrikanische Wirtschaft.

 

«Die Schweiz könnte in Sachen Transparenz viel tun»

Audio 6:13 min, aus SRF1, Echo der Zeit vom 06.11.2017

 

Die «Paradise Papers» zeigen auch: In Afrikas rohstoffreichen Ländern wird sehr viel Geld gemacht. Das sieht man am Beispiel von Kongo, wo der Schweizer Rohstoffriese Glencore Kupfer- und Kobaltminen betreibt. Die Lizenzen zum Abbau der Bodenschätze kaufte Glencore für verhältnismässig wenig Geld. Geld, das aber die Mächtigen des Landes reich machte. Die Bevölkerung aber bleibt arm.

Robert Kappel: Es ist in der Tat ein sehr typisches Geschäft. Wir kennen solche Arten von Geschäften schon seit vielen Jahren. Es handelt sich um kommerzielle Transaktionen, die leicht ins Unerlaubte gehen; in Verbindung mit Korruption geht es um ein System, mit dem die Ressourcen des Landes ausgebeutet werden, verbunden mit kriminellen Aktivitäten.

Es gibt den vielzitierten «Fluch der Ressourcen»: Sehr ressourcenreiche Staaten, in denen die Bevölkerung trotzdem arm ist und nur die Elite profitiert. Kann man heute in Afrika überhaupt Geschäfte machen?

Das geht auf jeden Fall. Auch wenn es negative Beispiele gibt, gerade im Rohstoffsektor, wo Korruption grassiert. Aber es gibt positive Beispiele von Unternehmen, die sehr klare Vorstellungen davon haben, wo sie investieren wollen. Sie kooperieren vernünftig mit dem betreffenden Staat und bezahlen ihre Steuern. Es gibt viele Beispiele dafür von Südafrika bis Senegal. Etliche Firmen wollen langfristig investieren und auch Arbeitsplätze schaffen, nicht nur im Rohstoffbereich, sondern auch im Industriebereich.

Gibt es Musterbeispiele unter den ressourcenreichen Ländern Afrikas?

Ein herausragendes Beispiel ist Botswana, das sehr reich an Rohstoffen ist, etwa….

gesamter Text hier: https://www.srf.ch/news/wirtschaft/paradise-papers-afrika-selbstbedienungsladen-fuer-die-multis

 

 

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